Donaukulturmagazin Ausgabe September 2026

20 Jahre Musik von Welt Grafenegg feiert zwei Jahrzehnte voller großer Klänge und internationaler Begegnungen Mit einem festlichen Konzertabend wurde im August das 20. Grafenegg Festival eröffnet. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigte dabei die außergewöhnliche Entwicklung des Kulturstandorts: „Vor zwanzig Jahren gab es keine Erfolgsgarantie. Es gab Mut und eine große Vision: einen einzigartigen Ort zu schaffen, an dem sich Natur, Architektur und Musik von Weltrang verbinden. Heute wissen wir: Diese Vision ist aufgegangen.“ Grafenegg stehe heute für künstlerische Exzellenz, internationale Begegnung und große Emotionen. „Grafenegg ist ein Musikstandort der Weltklasse und ein internationales Aushängeschild unseres Kulturlandes Niederösterreich. Es beweist, dass Weltklasse nicht nur in den großen Metropolen zuhause ist, sondern genauso hier – mitten in Niederösterreich“, so Mikl-Leitner. Besonders würdigte die Landeshauptfrau Rudolf Buchbinder, der Grafenegg als künstlerischer Leiter entscheidend geprägt habe: „Du hast Grafenegg eine künstlerische Seele gegeben.“ Buchbinder habe mit seiner Leidenschaft, seiner internationalen Strahlkraft und seinem künstlerischen Anspruch wesentlich dazu beigetragen, Grafenegg zu dem zu machen, was es heute ist: „Ein Ort, an dem die besten Musikerinnen und Musiker der Welt zu Gast sind und Musik auf höchstem Niveau erlebbar wird.“ Foto: NLK Khittl Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Pianist Rudolf Buchbinder und Sopranistin Nikola Hillebrand. A Mensch, a Poet, a Legende Georg Danzer wäre heuer 80 Jahre alt geworden. Ein Liedermacher, dessen Stimme nachklingt Am 7. Oktober 2026 wäre Georg Danzer 80 Jahre alt geworden. Fast zwei Jahrzehnte nach seinem Tod ist der Wiener Liedermacher noch immer präsent – mit Liedern, die berühren, zum Schmunzeln bringen, aufrütteln und bis heute erstaunlich zeitlos wirken. 1946 in Wien geboren, begann Danzer Ende der 1960er-Jahre eigene Lieder zu schreiben. Mitte der 1970er gelang ihm mit „Jö schau“ der große Durchbruch. Doch Danzer war weit mehr als seine bekannten humorvollen Hits. In seinen Liedern erzählte er von Liebe und Einsamkeit, vom Alltag und gesellschaftlichen Missständen, von Freiheit, Frieden und Menschlichkeit. Diese Mischung aus Wiener Schmäh, Poesie und kritischem Blick machte ihn zu einem der bedeutendsten österreichischen Liedermacher und prägte den Austropop nachhaltig. Später stand er gemeinsam mit Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich als „Austria 3“ auf der Bühne. Am 21. Juni 2007 starb Georg Danzer im Alter von 60 Jahren. Geblieben sind seine unverwechselbare Stimme, seine Haltung und ein musikalisches Werk, das Generationen verbindet. Zum 80. Geburtstag erinnern seine Lieder einmal mehr daran, warum „Schurli“ einen besonderen Platz in der österreichischen Musikgeschichte hat. Foto: Christian Fischer DONAUKULTURMAGAZIN 3/26 5

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