Donaukulturmagazin Ausgabe Juni 2026

Prim. Univ. Doz. Dr. Thomas Müllner, PhD Facharzt für Orthopädie & orthopädische Chirurgie Facharzt für Unfallchirurgie Lainzer Straße 120/3, 1130 Wien +43 1 208 07 17 wien@drmuellner.at www.OrthoWien.at Für ein Leben in Bewegung WERBUNG Für eine schmerzfreie Zukunft Orthopädie und Traumatologie, Unfallchirurgie | www.drmuellner.at Hochmoderne OP-Techniken mit robotergestützten Systemen und Augmented Reality sorgen für bisher unerreichte Präzision bei Knie-, Schulter- und Hüft-Operationen. Prim. Univ. Doz. Dr. Thomas Müllner, PhD ist Vorstand der Abteilungen Orthopädie und Traumatologie am Evangelischen Krankenhaus in Wien und setzt sich seit Jahren intensiv dafür ein, die personalisierte Chirurgie weiterzuentwickeln, um seinen Patientinnen und Patienten ein bewegtes, aktives Leben zu ermöglichen. „Genauigkeit und individuelle Lösungen sind in der orthopädischen Chirurgie von grundlegender Bedeutung, denn sie ermöglichen mir als Chirurg, bessere Ergebnisse zu erzielen.“ fasst er die hochmodernen Entwicklungen zusammen. „Computerunterstützte Navigation mit Augmented Reality liefert ein höheres Maß an Präzision und lässt sich nahtlos in den chirurgischen Arbeitsablauf integrieren.“ Das „Ursprungsknie“ Um negative Begleiterscheinungen eines künstlichen Kniegelenks weitgehend zu beseitigen, ist es notwendig, das einstige gesunde Knie möglichst präzise nachzubauen. Dabei ist die Ausrichtung entlang der Beinachse und der Gelenklinie ausschlaggebend (kaum jemand hat gerade Beine), damit die Spannung des inneren und äußeren Seitenbandes in Streckung und Beugung im wesentl ichen identisch sind und die Prothese stabil sitzt. Um das „Ursprungsknie“ so präzise wie möglich nachzubilden, kommt intraoperative, dreidimensionale Navigationstechnik zum Einsatz. Bei der Operation unterstützt Doz. Müllner ein Robotersystem (Cori oder Velys), damit nur der Knochen zehntelmillimetergenau entfernt wird, wie es in der Planung festgelegt wurde. Die extrem hohe Präzision der Knochenschnitte ist entscheidend für die Langlebigkeit der Prothese und sorgt für beeindruckende Ergebnisse in Funktionalität und Beweglichkeit des Knies. Die meisten Patientinnen und Patienten sind durch die minimalinvasive, schmerzarme Operation rasch wieder sportfähig und vergessen sehr oft, dass sie ein künstliches Gelenk haben, weil es sich fast so anfühlt wie in jungen Jahren. Schulterchirurgie 4.0 Prim. Müllner setzt auch bei großen Schultergelenks-OPs auf ein computergestütztes Navigationssystem, das durch die intraoperative Unterstützung von Augmented Reality die chirurgische Präzision deutlich verbessert, wenn eine genaue Operationsplanung mit der Anfertigung von 3D-Schnittblöcken nicht möglich ist. Aufgrund vorliegender CT-Daten wird bereits vor dem Eingriff ein virtuelles 3DModell der Schulter erstellt, um das optimale Implantat und dessen Position zur Rekonstruktion der individuellen Anatomie zu bestimmen. „NextAR Shoulder optimiert diesen Prozess durch spezielle, intraoperative Orientierungshilfen, die es dem Chirurgen ermöglichen, die Positionen von Instrumenten und Implantaten in Echtzeit durch ein Tracking-Systemexakt zu verfolgen.“ erklärt der Orthopädie-Vorstand. NextAR Shoulder wurde in enger Zusammenarbeit mit weltweit führenden Orthopädie-Experten entwickelt. Diese hochmoderne Technologie wurde bereits erfolgreich zur Behandlung in Europa, den USA und Japan eingesetzt und ist nun auch in Österreich verfügbar. Studien belegen die Vorteile für die Patientinnen und Patienten: ein optimaler Prothesensitz, eine minimalinvasive und schmerzarme Operation, eine schnellere postoperative Rehabilitation und in den meisten Fällen ein „vergessenes“ Gelenk. AMIS-Hüftprothese mit Bikini-Schnittführung Die minimalinvasive AMIS-Methode (Anterior Minimally Invasive Surgery) zur Implantation von Hüftprothesen hat sich in den letzten Jahren als eine der schonendsten und effektivsten Techniken etabliert. In Kombination mit der „Bikini-Schnittführung“ ergeben sich nicht nur medizinische, sondern auch ästhetische Vorteile. Der Schnitt, quer entlang der Leistenbeugefalte, folgt den natürlichen Spannungslinien der Haut. Prim. Müllner erläutert, dass bei dieser Schnittführung alle Vorteile der AMIS-Technik erhalten bleiben, aber die reduzierte Spannung auf die Wundränder und die minimierten Weichteilschäden zu schnellerer Wundheilung führen. Ein besonderer Vorteil liegt in der Ästhetik. Für viele ist die unauffällige Platzierung einer Narbe ein wichtiges Kriterium. In diesem Fall liegt die Operationsnarbe in der Hautfalte, kann sogar von einem Bikini verdeckt werden und fällt im Alltag kaum auf. Es ist zu beachten, dass die Bikini-Schnittführung nicht für alle Patientinnen und Patienten geeignet ist. Die individuelle Anatomie, das Ausmaß der Gelenkschädigung und der allgemeine Gesundheitszustand sind entscheidende Faktoren. Ein ausführliches Gespräch zur Abklärung der individuell am besten geeigneten Methode wird von Doz. Müllner vor jeder Operation dringend empfohlen. Fotos: Prim. Müllner Hinweis: Bei medizinischen Behandlungen und Operationen kann keine Garantie für den Behandlungserfolg gegeben werden. Es ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten sich der möglichen Risiken und Komplikationen bewusst sind und alle Fragen mit ihrer/m behandelnden Ärzt/in besprechen. DONAUKULTURMAGAZIN 2/26 23

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxNjc=