Die neue Rad-Tourismusstrategie 2025

NEUE IMPULSE FÜR DIE ZUKUNFT DES RADTOURISMUS

Radfahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit, auch in Niederösterreich! Nicht nur der Radsport, sondern vor allem der Genuss stehen hier im Mittelpunkt: Denn genießen können Radurlauberinnen und Radurlauber nicht nur die herrliche, vielseitige Landschaft, sondern auch die vielen Ausflugsziele und kulturellen Highlights entlang der Stecke sowie die köstlichen regionalen Spezialitäten in Niederösterreichs Wirtshäusern und Heurigen. Mit der neuen Rad-Tourismusstrategie 2025 werden kräftige Impulse für die Zukunft gesetzt. Niederösterreich positioniert sich als DAS Radland im Herzen Europas. Die Strategie beinhaltet ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das heute erstmals öffentlich präsentiert wurde.

Tourismuslandesrat Jochen Danninger betont: „Niederösterreich verfügt mit seiner abwechslungsreichen Landschaft über ideale Rahmenbedingungen und ein sehr hohes Potential im Radtourismus. DAS Radland im Herzen Europas zu werden ist das erklärte Ziel! Bereits jetzt verfügen wir über ein sehr vielfältiges Radwegenetz, allen voran sind die zehn TOP-Radrouten mit 1.500 km ein Garant für höchsten Radgenuss. In den kommenden fünf Jahren haben wir hier Investitionen von 13 Mio. Euro geplant, um die touristisch genutzten Radwege weiter zu attraktivieren. Die wirtschaftliche Bedeutung des Radtourismus für Niederösterreich ist wirklich beeindruckend: Umsätze von rund 252 Mio. Euro hängen mit dem Radtourismus in unserem Bundesland zusammen. In Schnitt gibt ein Radler, der in Niederösterreich nächtigt, 94 Euro pro Tag aus. Unser Ziel ist es, dass die Gäste unsere Radstrecken nicht möglichst rasch abfahren, sondern dass wir ihnen viele attraktive Stationen zum Verweilen und Konsumieren bieten. Wir wollen so den Einkehr- und Nächtigungsanteil unserer Radgäste weiter steigern und die Wertschöpfung weiter erhöhen. Mit maßgeschneiderten Rad-Angeboten mit Nächtigung wird uns dies gelingen.“

v.l.n.r.: Michael Duscher – Geschäftsführer Niederösterreich Werbung, Karin Gruber-Rosenberger – Eigentümerin des Babenbergerhofs und der Donau Lodge Ybbs, Jochen Danninger – Tourismuslandesrat, Helmut Miernicki – Geschäftsführer ecoplus, Niederösterreichs Wirtschaftsagentur © NLK Pfeffer

Helmut Miernicki, Geschäftsführer ecoplus, Niederösterreichs Wirtschaftsagentur informiert: „Damit der Radausflug wirklich zu einem Erlebnis für die ganze Familie wird, muss auch das infrastrukturelle Angebot stimmen. Bestmögliche Rahmenbedingungen und optimale Infrastruktur leisten einen wesentlichen Beitrag, damit das Raderlebnis in bester Erinnerung bleibt und gerne wiederholt wird. Daher investieren wir laufend in Verbesserung der touristischen Radwegeinfrastruktur. Denn mit der Errichtung ist es nicht getan: Ein Radweg muss laufend in gutem Zustand erhalten und ständig weiter attraktiviert werden.“

Um das Radwegenetz zu optimieren hat die Wirtschaftsagentur ecoplus in den vergangenen fünf Jahren rund 32 Millionen Euro in touristisch genutzte Radwege investiert. So wurden zum Beispiel mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 17 Millionen Euro ehemalige Bahntrassen in Radwege umgewandelt – der Ybbstalradweg und die Thayarunde zählen heute zu den beliebtesten Radrouten im Land. Weiters wurden Optimierungsmaßnahmen entlang des Traisentalradwegs, der Kamp-Thaya-March Radroute und des Donauradwegs gesetzt.

Für die nächsten fünf Jahre sind Investitionen von rund 13 Mio. Euro für den Ausbau des Radnetzes veranschlagt. Projekte, die heuer noch geplant sind, sind die Attraktivierung des Donauradwegs oder der vordere Ybbstal-Radweg, der von Waidhofen an der Ybbs bis nach Ybbs qualitativ verbessert werden soll. Geplant sind weiters in den kommenden Jahren Optimierungen des Kamp-Thaya-March Radweges, des Triestingauradwegs, der Thayarunde und des Triestingtal-Gölsental Radweges.

Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung führt weiter aus: „Wir erzielen in vielen Bereichen Spitzenleistungen, allen voran beim Thema Radfahren. Hier erschließen wir gezielt neue Gäste-Segmente, wie zum Beispiel E-Bike Fahrerinnen und E-Bike Fahrer oder Familien mit Kindern. Eine der vierzehn bestehenden Radln für Kids-Routen wird optimiert. Mit spannenden on- und offline Inhalten wird so das Radfahren für Kinder zu einem neuen Erlebnis macht. Wir haben in den Destinationen seit letztem Jahr 45 mehrtägige Radpackages mit radfreundlichen Beherbergungsbetrieben geschaffen. Darauf werden wir unser Hauptaugenmerk in der Kommunikation legen und weitere Anknüpfungspunkte zu Ausflugszielen entlang der Strecken schaffen.“

Karin Gruber-Rosenberger, Eigentümerin des Babenbergerhofs und der Donau Lodge Ybbs, ergänzt: „Gäste, die bei uns mit dem Fahrrad anreisen, schätzen die Infrastruktur, die sie bei uns vorfinden. Fahrradgarage, Ladestationen für E-Bikes, ein kleines Reparaturset und vor allem die Kenntnis über die Streckenführung der verschiedenen Radwege sind wichtig für Radfahrerinnen und Radfahrer.“

Die 5 Handlungsfelder der Rad-Tourismusstrategie 2025

  1. Infrastruktur und Erlebnisqualität
    Primäres Ziel ist es, dass Niederösterreich DAS Radland im Herzen Europas wird. Dafür wird in den nächsten Jahren weiterhin gezielt in die Infrastruktur und das Qualitätsmanagement investiert – sowohl was die bauliche Qualität betrifft als auch die Wegweisung. Zusätzlich zu den bereits bestehenden TOP-Radrouten werden auch die Ausflugsradrouten nach neuen Qualitätskriterien geprüft und aufwertet. 
    Insbesondere für Familien mit Kindern soll das Angebot gestärkt und neu positioniert werden. Neben der Optimierung der Wege steht auch die Inszenierung entlang der Strecken mit den Themen „Genuss und Inspiration“ im Vordergrund.
  2. Radkompetente Gastgeberinnen/Gastgeber und Destinationen
    Zum Radfahren gehört mehr als die ideale Strecke. Niederösterreich verfügt über 320 radfreundliche Tourismusbetriebe, die einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leisten. Und obwohl das Angebot bereits sehr vielfältig ist, wird es weiter ausgebaut. 
    Gemeinsam mit den Gastgeberinnen und Gastgebern werden maßgeschneiderte Rad-Angebote und Produkte mit Nächtigungen entwickelt, um Niederösterreich in Zukunft noch attraktiver für mehrtägige Urlaube auf zwei Rädern zu machen.
  3. Komplementäre Dienstleistungen
    Verleih- und Reparaturstationen und Rad-Guides sind wichtige Partner vor Ort, die wesentlich dazu beitragen, die Gästezufriedenheit zu steigern. Das Angebot der radtouristischen Servicepartner soll künftig noch besser gebündelt, übersichtlich aufbereitet und analog sowie digital zur Verfügung gestellt werden.
  4. Kommunikation und Marktkooperationen
    Die besten Bedingungen sind nur so gut, wie sie weitererzählt werden. Die Niederösterreich Werbung setzt gemeinsam mit der Österreich Werbung und den Tourismusdestinationen Rad-Schwerpunkte in der Marktkommunikation – sowohl im Printbereich, aber vor allem auch Online. Umfangreiche Maßnahmen in den Nahmärkten Deutschland, Tschechien, Slowakei und Holland sind geplant. Die Stärken und Besonderheiten des Radlandes Niederösterreich werden hierbei hervorgehoben. 
  1. Netzwerkpartner
    Niederösterreich treibt das strategische Rad-Netzwerk voran. Nicht nur im eigenen Bundesland, sondern weit über die Grenzen hinaus. National. Aber auch international. Das ist immens wichtig, denn nur so kann Niederösterreich seine ganze Kraft entfalten und sein Potential voll ausschöpfen. Der grenzüberschreitende Austausch und Vergleich steigert den Innovationsgeist und bringt Lerneffekte mit sich.